Hodenstock und Eiersack

Wo setzt der Alterungsprozeß beim Mann zuerst ein, im Hirn oder im Hoden? Die wahrscheinliche Antwort haben Forscher nach aufwendigen Versuchen jetzt endlich gefunden. Eine nicht nur von Wissenschaftlern lang gehegte Vermutung hat sich nach neuesten Erkenntnissen endgültig bestätigt. Die Ursache für den im höheren Alter stark abnehmenden Testosteronspiegel ist im Hoden zu suchen! Die Androgenbildung wird nicht mehr so stark angeregt und somit haben wir es mit einem ausgeprägten Hormontief zu tun. Und das im wahrsten Sinn des Wortes. Übrigens weisen auch die Eierstöcke der alternden Frau wegen der stark reduzierten Stimulation entsprechender Rezeptoren einen abnehmenden Östrogenspiegel auf. Die Folgen sind hinlänglich bekannt und sorgten bisher, vor allem im Verlauf der so beliebten zwischenmenschlichen Kontakte, für mancherlei Verdruss bei ansonsten noch ganz fidelen älteren Menschen. Doch das soll, wenn man den hoch motivierten Forschern glauben schenken will, bald „Schnee von gestern“ sein. Künftig können dann noch 100-Jährige lustvolle Höhepunkte erleben!
Botanikern ist das Wort „zweihäusig“ ein vertrauter Begriff. Es handelt sich hierbei um Pflanzen, die männliche und weibliche Eigenschaften gleichermaßen aufweisen.
Die Mistel zum Beispiel ist eine typische Vertreterin dieser geschlechtlichen Variante. Auch beim Menschen kommen gelegentlich solche Abweichungen von der Norm vor.
Zur Zeit werden ältere Paare getestet, denen jeweils ein Hoden bzw. ein Eierstock entnommen und dann – allerdings vertauscht – wieder implantiert wurde.
Mit dem schönen Ergebnis, dass sie nun über beides verfügen und somit der in der Vergangenheit fast unausweichliche Hormonmangel ausbleibt. Der für die Hormonausschüttung im Gehirn verantwortliche Hypophysenvorderlappen wird blockiert. Ob er allerdings diesen Trick auf Dauer akzeptiert, steht noch nicht fest.
Es ist zu erwarten, dass sich die normalerweise bei allen Menschen vorhandenen, geringen gleichgeschlechtlichen Neigungen enorm verstärken und dann keiner derSenioren mehr so richtig weiß, ob er Männchen oder Weibchen ist.
Das ist aber eigentlich dann auch egal. Oder?

Hier ist der Text auch zu hören >>>
(Gesprochen von Marlies Tauner mit ihrer Sexy-Stimme. Bitte Lautsprecher einschalten.)

 

Von Tauben, Falken und Granaten

tauben

Selbstreproduzierende Kleinflugkörper. Horror-Vision einer neuen Wunderwaffe!

Ausgerechnet die Brieftaube, seit urdenklichen Zeiten ein Symbol des Friedens und der Liebe, soll in naher Zukunft zu militärischen Zwecken eingesetzt werden.
Wie aus gewöhnlich gut unterrichteten Kreisen zu hören ist, plant ein Staat, der in Bezug auf die Anwendung von Massenvernichtungswaffen zur Durchsetzung seiner Machtansprüche noch nie Skrupel gekannt hat, künftig in großem Stil den Einsatz von Brieftauben. Hinter vorgehaltener Hand wird von zunächst eintausend so genannten „Kleinkalibrigen Marschflugkörpern“ gemunkelt. Oder KM, wie es im Militärjargon knapp und bündig heißt.
Normalerweise kehren Brieftauben nach ihren Ausflügen immer zu ihren heimischen Verschlägen zurück. Fieberhaft wird nun in geheimen Forschungslabors daran gearbeitet dieses Verhalten zu eliminieren, weil aus bestimmten Gründen eine Rückkehr nicht wünschenswert ist und im Falle einer Zündverzögerung fatale Folgen für die eigenen Streitkräfte zu erwarten wären.
Extrahierte und entsprechend aufbereitete Gene japanischer Kamikaze-Piloten, die sich im Zweiten Weltkrieg in selbstmörderischer Absicht auf amerikanische Kriegsschiffe stürzten, sollen übrigens bei der Züchtung dieser neuen Wunderwaffe eine nicht unerhebliche Rolle gespielt haben.
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Anmerkungen zur „Duldungsstarre“ bei weiblichen Schweinen

Mit weitreichenden Folgen – auch im zwischenmenschlichen Bereich!

Wie Eingeweihten bekannt, bewirkt ein Duftdrüsen-Sekret des Ebers bei brünstigen Säuen eine völlige Apathie. Für seine eindeutigen Absichten ist das eine sehr geeignete Verhaltensweise, kann er sich doch erst jetzt seiner immer schönen und auch so wichtigen Lieblingsbeschäftigung ungestört widmen. Es handelt sich hierbei um die so genannte Duldungsstarre.
Nach neuesten Forschungsergebnissen aus den USA steht nun eine auch im zwischenmenschlichen Bereich anwendbare Variante des schweinischen Duftstoffes in Kürze vor dem Durchbruch. Allerdings regen sich schon erste Proteste gegen die Markteinführung. Ethisch, moralische Bedenken sind auch angebracht, wenn man bedenkt, dass in der praktischen Anwendung dem menschlichen Eber nur wenige Tropfen genügen, um ungehemmt seinen schweinischen Trieben frönen zu können.  Weiterlesen

Stille Nacht, niemand kracht

Die etwas andere Weihnachtsgeschichte

Advent, Advent! Kranz und Kerzenlichter. Besinnliche Stunden im Kreis der Lieben. Bald ist wieder Weihnachten. Das Fest des Friedens und der Liebe, aber auch der Geschenke. Vor allem der Geschenke!
Für die Kinder, die Oma und den Opa, die Tanten und die Onkel. Für die Freunde.
Ich weiß auch schon ganz genau, was ich mir selbst wünsche: Geräusche.
Ja, Sie haben richtig gelesen, aber ich muß das wohl erklären.
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